• 21 SEP 20
    Wertkreis baut für drei Millionen Euro neben dem Gütersloher Brauhaus

    Wertkreis baut für drei Millionen Euro neben dem Gütersloher Brauhaus

    Der Wertkreis Gütersloh, ehemals Werkstatt für Behinderte, baut an der Bogenstraße neben dem Brauhaus ein neues Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Die Baukosten inklusive Einrichtung betragen gut drei Millionen Euro. Die Baugenehmigung liegt seit einer Woche vor, der Spatenstich ist für Mitte Mai vorgesehen.

    Das neue Wohnheim bietet 24 Plätze, alles Einzelzimmer. Hinzu kommt eine Tagesbetreuung mit 20 Plätzen. Der zweigeschossige Bau füllt die Lücke zwischen Gütersloher Brauhaus und dem Steakhouse Mendoza. Entworfen wurde er von dem Architektenbüro Raoul Zamel und Lars Krug aus Hagen, die Anfang vergangenen Jahres den dazu ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatten.
    Der Geschäftsführer des Wertkreises, Martin Henke, sagte, er sei erleichtert, dass es endlich bald losgehe.

    Der Bedarf für eine weitere Wohnstätte für behinderte Menschen sei hoch. Mehrere Familien stünden auf der Warteliste. Das Wohnheim biete Komfort und Platz für Behinderte, deren Pflegeaufwand zuhause nicht mehr bewerkstelligt werden könne. Überdies helfe es, gemäß neuem Landesgesetz die bestehenden Einrichtungen zu entlasten (siehe Infokasten). Der Wertkreis habe sich bewusst für einen Innenstadt-Standort entschieden. Henke: „Wir wollten mit dem neuen Wohnheim möglichst nah an der City, möglichst nah am Leben sein.“

    Die Projektleiterin Daniela Nink aus der Bauabteilung des Wertkreises sagte, die Bauzeit werde, sofern alles glatt laufe, etwa 14 Monate betragen. Demnach könnte das Wohnheim im Sommer 2012 bezogen werden.

    Die Wertkreis GmbH stemmt den Bau zum großen Teil aus eigener Kraft. Vom Land kommt ein Zuschuss von rund 930.000 Euro, vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein Darlehen von circa 730.000 Euro. Den Rest inklusive den Kauf des 530.000 Euro teuren Grundstückes bezahlt der Wertkreis aus Eigenmitteln. Zu Buche schlagen auch die hohen Kosten für den Schallschutz aufgrund der nahen Bahnstrecke.

    Von dem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Bogenstraße / Unter den Ulmen wird der größte Teil bebaut. Der Siegerentwurf des Hagener Architekturbüros wird nahezu 1:1 umgesetzt. Er hatte seinerzeit bei den heimischen Architekten Kritik hervorgerufen, weil er sich nicht an die Vorgaben gehalten hatte, sondern mehr Platz zur bestehenden Bebauung ließ. Nach den vorliegenden Plänen wird direkt am Gebäude ein Sinnesgarten angelegt, allerdings nur für die Bewohner. Die Wegeverbindung zwischen Unter den Ulmen und Weberei bleibt erhalten.

     

    Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/?em_cnt=4295046