Grüne Energie am See: Moderne TGA-Konzepte für die Jugendherberge am Cappenberger See

Grü­ne Ener­gie am See: Moder­ne TGA-Kon­zep­te für die Jugend­her­ber­ge am Cap­pen­ber­ger See

Teamfoto Ingenieurbüro Bieker & Partner in der Jugendherberge am Cappenberger See.

 

Lünen. Ein idyl­lisch gele­ge­ner Stand­ort, schwan­ken­de Bele­gungs­zah­len und der Anspruch an eine zukunfts­si­che­re, nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung: Das Pro­jekt der DJH Jugend­her­ber­ge Cap­pen­ber­ger See in Lünen stell­te die Pla­ner der Inge­nieur­bü­ro Bie­ker & Part­ner GmbH vor eine viel­sei­ti­ge Pla­nungs­auf­ga­be. Das bestehen­de Gebäu­de der Beher­ber­gungs­stät­te wur­de nicht nur umfas­send saniert, son­dern auch deut­lich erwei­tert. Ein neu errich­te­tes Bet­ten­haus sowie ein sepa­ra­tes Spiel­haus ergän­zen heu­te das Ensem­ble am Richard-Schirr­mann-Weg.

Mit nun­mehr 173 Bet­ten in moder­nen Zwei- bis Sechs­bett­zim­mern, groß­zü­gi­gen Gemein­schafts­be­rei­chen sowie attrak­ti­ven Außen­an­la­gen ent­stand ein zeit­ge­mä­ßer Ort für Schul­klas­sen, Fami­li­en und Grup­pen­rei­sen. Die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung muss­te dabei nicht nur den Anfor­de­run­gen eines moder­nen Beher­ber­gungs­be­triebs gerecht wer­den, son­dern auch dau­er­haft wirt­schaft­lich, nach­hal­tig und betriebs­si­cher funk­tio­nie­ren.

Als Fach­pla­ner für die Gewer­ke Hei­zung, Lüf­tung, Sani­tär und Elek­tro beglei­te­te die Inge­nieur­bü­ro Bie­ker & Part­ner GmbH das Pro­jekt über die HOAI-Leis­tungs­pha­sen 1 bis 8 und ent­wi­ckel­te ein ganz­heit­li­ches TGA-Kon­zept, das die Beson­der­hei­ten des Stand­orts und der Nut­zung opti­mal berück­sich­tigt.

Nach­hal­ti­ge Wär­me­ver­sor­gung für wech­seln­de Anfor­de­run­gen

Jugend­her­ber­gen unter­schei­den sich in vie­ler­lei Hin­sicht von klas­si­schen Beher­ber­gungs­be­trie­ben. Wäh­rend in Feri­en­zei­ten, an Wochen­en­den oder bei Ver­an­stal­tun­gen hohe Bele­gungs­zah­len erreicht wer­den, lie­gen die Ver­bräu­che in ande­ren Zeit­räu­men deut­lich nied­ri­ger. Für die tech­ni­sche Pla­nung bedeu­te­te dies, eine Lösung zu ent­wi­ckeln, die fle­xi­bel auf die­se wech­seln­den Anfor­de­run­gen reagie­ren kann und gleich­zei­tig den Ener­gie­ver­brauch nach­hal­tig redu­ziert.

Herz­stück des Ener­gie­kon­zepts ist eine moder­ne Pel­let­hei­zungs­an­la­ge. Durch den Ein­satz des rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­trä­gers Holz­pel­lets wer­den fos­si­le Brenn­stof­fe ersetzt und die CO₂-Emis­sio­nen des Gebäu­des deut­lich redu­ziert. Gleich­zei­tig gewähr­leis­tet die Anla­ge eine zuver­läs­si­ge Wär­me­ver­sor­gung für die Bestands­be­rei­che eben­so wie für die neu geschaf­fe­nen Gebäu­de­tei­le.

Die Wär­me­er­zeu­gung bil­det dabei die Grund­la­ge für einen kom­for­ta­blen und wirt­schaft­li­chen Betrieb der gesam­ten Jugend­her­ber­ge und schafft opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für eine lang­fris­tig nach­hal­ti­ge Nut­zung des Stand­orts.

Trink­was­ser­hy­gie­ne und Ver­sor­gungs­si­cher­heit im Fokus

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit galt der Trink­was­se­r­er­wär­mung. Gera­de in Beher­ber­gungs­stät­ten tref­fen hohe Ver­brauchs­spit­zen in den Mor­gen- und Abend­stun­den auf Pha­sen mit gerin­ger Aus­las­tung. Die­se Anfor­de­run­gen erfor­dern ein Ver­sor­gungs­kon­zept, das sowohl hygie­ni­schen als auch ener­ge­ti­schen Ansprü­chen gerecht wird.

Rea­li­siert wur­de eine zen­tra­le Trink­was­se­r­er­wär­mung mit Frisch­was­ser­sta­tio­nen, wodurch die Trink­was­ser­hy­gie­ne nach­hal­tig unter­stützt und gleich­zei­tig Ener­gie­ver­lus­te redu­ziert wer­den. Auf die­se Wei­se lässt sich auch bei hoher Aus­las­tung ein kom­for­ta­bler Betrieb sicher­stel­len, ohne Kom­pro­mis­se bei Effi­zi­enz oder Ver­sor­gungs­qua­li­tät ein­zu­ge­hen.

Moder­ne Gebäu­de­tech­nik für einen effi­zi­en­ten Betrieb

Neben der Ener­gie­ver­sor­gung stand auch die All­tags­taug­lich­keit der tech­ni­schen Anla­gen im Mit­tel­punkt der Pla­nung. Die unter­schied­li­chen Nut­zungs­be­rei­che der Jugend­her­ber­ge stel­len viel­fäl­ti­ge Anfor­de­run­gen an Lüf­tung, Rege­lung und Gebäu­de­be­trieb.

Eine moder­ne Gebäu­de­au­to­ma­ti­on unter­stützt den Betrei­ber dabei, die tech­ni­schen Anla­gen bedarfs­ge­recht und ener­gie­ef­fi­zi­ent zu steu­ern. Betriebs­ab­läu­fe wer­den ver­ein­facht, Ener­gie­ver­bräu­che opti­miert und die Vor­aus­set­zun­gen für einen dau­er­haft wirt­schaft­li­chen Betrieb geschaf­fen.

Gera­de bei Ein­rich­tun­gen mit wech­seln­der Aus­las­tung leis­tet die intel­li­gen­te Ver­net­zung der tech­ni­schen Sys­te­me einen wich­ti­gen Bei­trag dazu, Res­sour­cen zu scho­nen und gleich­zei­tig einen hohen Kom­fort für Gäs­te und Mit­ar­bei­ten­de sicher­zu­stel­len.

Zukunfts­fä­hi­ge Lösun­gen für eine nach­hal­ti­ge Jugend­her­ber­ge

Mit der umfas­sen­den Sanie­rung und Erwei­te­rung der Jugend­her­ber­ge am Cap­pen­ber­ger See ent­stand ein moder­nes und zukunfts­fä­hi­ges Gebäu­de­en­sem­ble. Die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung sorgt dabei im Hin­ter­grund für einen siche­ren, wirt­schaft­li­chen und nach­hal­ti­gen Betrieb und schafft die Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass sich Gäs­te auf das Wesent­li­che kon­zen­trie­ren kön­nen: ihren Auf­ent­halt in einer der schöns­ten Lagen der Regi­on.

Das Pro­jekt zeigt bei­spiel­haft, wie sich durch­dach­te TGA-Kon­zep­te, rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien und moder­ne Gebäu­de­tech­nik erfolg­reich mit­ein­an­der ver­bin­den las­sen. So ent­stand eine Jugend­her­ber­ge, die nicht nur heu­ti­gen Anfor­de­run­gen gerecht wird, son­dern auch für die Zukunft bes­tens auf­ge­stellt ist.

Blick in den Innenhof von der Jugendherberge am Cappenberger See.
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